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Deodorant
Das Wort Deodorant stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Erfrischer. Es wird als ein Körperpflegemittel verwendet, das vor allem in den Achselhöhlen angewandt wird und dort unangenehmen Körpergeruch bekämpft. Die Schweißdrüsenaktivität wird beeinflusst und die Mikroorganismen, welche an der Geruchsbildung beteiligt sind, werden kontrolliert. Außerdem werden vorhandene Gerüche gekonnt mit Duftstoffen überdeckt. Schon die Ägypter und Chinesen benutzten einen Alaunschiefer zur Überdeckung des Körpergeruchs. Er half aber auch bei der Blutstillung beim Rasieren oder bei der Verbesserung der Trinkwasserqualität. Schon früh wurden durch Parfümöle Körpergerüche überdeckt. Die Entwicklung zum heutigen Deodorant begann in der Neuzeit. Die Kunst der Parfümproduktion wurde weiter verbessert und Purkyné entdeckte in Breslau die Funktion der Schweißdrüsen. Die Erkenntnis, dass das feuchtwarme Klima der Achselhöhle zusammen mit der Schweißproduktion einen idealen Nährboden für Bakterien bietet, führte dazu, dass noch heute Feuchtigkeitshemmer und Bakterizide zur Herstellung von Deodorant verwendet werden.
Es wurde auch an geeigneten Formen der Anwendung gefeilt und so erfand Helen Barnett Diserens in den 40er-Jahren den Roll-On, wobei sie durch den Kugelschreiber inspiriert wurde. 1965 wurde er vom Deospray vom Markt verdrängt, was sich 1985 nach der Entdeckung des Ozonloches wieder änderte. Die Leute wurden darauf sensibilisiert, dass Deosprays zu dessen Vergrößerung beitrugen, und vertrauten wieder dem bewährten Roll-On als Deodorant. Sie beinhalten heute noch Geruchshemmer, bakterienhemmende und schweißhemmende Stoffe sowie Enzyminhibitoren, welche die an der Geruchsbildung beteiligten Enzyme steuern. Heute sind Deodorants in jedem Supermarkt erhältlich und jede Kosmetikfirma produziert ihre eigenen Versionen davon. Wer gesund leben und Allergien vermeiden möchte, sollte für sich ein Deodorant mit möglichst vielen naturidentischen Inhaltsstoffen wählen.